Zu heiss geduscht

...

The stork didn't bring you (1948)
[via]

...

The book that helps kids cope with mommy's plastic surgery: Dr. Michael Salzhauer, a renowned plastic surgeon, wrote "My Beautiful Mommy" to help patients explain their transformation to their children. The story guides children through Mommy's surgery and healing process in a friendly, nonthreatening way. (Via)

overkill.

"No Country for Rude Girls," Entertainment Weekly
"No country for grouchy old white men," Denver Post
"No Country for Old Dictators," Slate
"No country for income tax hikes," saukvalley.com
"In Rural Ohio, It's No Country for Democrats," Washington Post
"There will be blood if Kenya stays no country for Luo men," Seattle Times
"No Country for Old Broadcasters," Pitch Weekly
"No Country for Old Maids," Pensions & Investments
"No country for old jerseys," Globe and Mail
"No country for businessmen," Ha'aretz
"No Country for Mark Penn," TheAtlantic.com
"No Country for Old Bigots." Yahoo! News
"No Country for Amy Winehouse," TheCelebrityCafe.com
"No country for lumpy thighs," Chicago Tribune

...

In Oregon werden nun Krankenversicherungen in der Lotterie verlost; hier dann vielleicht bald Schulhelfer?

Leute über 30

"Web-Prinzessin Mina" im Interview des Kikuma-Magazins in der "Zeit." Auf die Frage: "Ist Internet denn dann nur was für junge Menschen?" antwortet sie: "Das ist es wohl nicht. Aber junge Menschen verstehen es besser. Meine Eltern und Leute über 30 nutzen es hauptsächlich für E-Mails."

sei berlin. be berlin.

Heute vermelden Zeitungen und Radio den neuen Slogan der Imagekampagne für Berlin: "Sei Berlin", international "Be Berlin." (Wie kreativ: aus dem Satz "Du bist Deutschland" einen Imperativ machen und Deutschland durch Berlin ersetzen.) "Offiziell noch streng geheim: Mit dem Slogan "be berlin" will der Senat für die Hauptstadt werben." Angeblich noch geheim, weil die Kampagne erst am 11. März von Wowereit vorgestellt wird.

Interessant nur, dass im November 2007 schon in einem Zeitungsartikel zu lesen war, dass die Slogans durch die Hamburger Kanzlei White & Case angemeldet wurden, inklusive aller Domains. Hm? Was ist daran jetzt so neu und geheim? Und warum wird das ganze erst am 11. März "präsentiert", wenn es schon über vier Monate läuft?

Der Senat hat laut Angaben in diesem Artikel zunächst für 200.000 Euro eine Marktforschung bei Infratest dimap in Auftrag gegeben. "Demnach ist das Image Berlins im Ausland noch wenig ausgeprägt." Muss man für diese Erkenntnis wirklich 200.000 Euro ausgeben? Da kann man Leute aus der Tourismusbranche befragen, die können einem das auch mitteilen: nicht ohne Grund ist es in den USA so schwer, Reisen nach Berlin in die Produktentwicklung von Tour Operatorn einzubinden. Weiter heißt es zur Studie: "Im Ausland gilt Berlin selbst nicht als kreativ und lebenslustig, sondern mehr als kompetent und arbeitsam." Das halte ich wiederum für sehr fragwürdig. Ich arbeite für vier verschiedene Reiseveranstalter und betreue jedes Jahr viele Reisende nach Berlin, die am Ende ihrer Reise u.a. ausführliche Bewertungsbögen ausfüllen. Nach unseren Ergebnissen hat die Wahrnehmung von Berlin in den letzten zwei Jahren schon einen deutlichen Wandel vollzogen. Die Reisenden berichten von Artikeln und Reportagen über Berlin, die sie zur Buchung der Reise bewogen haben; besonders viele haben davon gelesen und gehört, dass Berlin eine künstlerisch sehr interessante, eine kreative Stadt sei, eine Stadt im Wandel, in der sich historische Sehenswürdigkeiten mit ganz neuer Energie paaren. Diese Berichte (u.a. "New York Times") haben die Menschen bewogen, sich Berlin selbst einmal anzusehen.

Natürlich kann man versuchen, die Wahrnehmung von Berlin als einer besuchenswerten Stadt auszudehnen, aber warum man zuerst 200.000 Euro für diese Studie ausgeben muss, ist mir schleierhaft. Der Preis ist auf jeden Fall viel zu hoch. Nur ein weiteres Beispiel, wie der Senat Geld für Unsinn verpulvert (aber das habe ich ja zur Genüge selbst mitbekommen, als ich für den Senat gearbeitet habe; der Filz dort scheint unentwirrbar).

10,6 Millionen Euro sollen nun in die Kampagne gesteckt werden. (Ein wehmütiger Gedanke, wie viele Schulhelfer man dafür lange, lange Zeit beschäftigen könnte!) Wenn man aber nun also Geld dafür ausgeben möchte, die touristische Attraktivität Berlins zu erhöhen, sollte man vor allem versuchen, ausländische Medien dazu zu bringen, über Berlin zu berichten.

Ich bin gespannt, ob ein Teil der Millionen sinnvoll verwendet wird. Bisher macht es leider nicht den Eindruck, denn auf der Website "Be Berlin" ist zu lesen, dass die ach-so-geheime Kampagne anscheinend sogar schon angelaufen ist, und die ersten Beispiele sind alles andere als vielversprechend: "Unter den Dachmarken entstanden bereits zahlreiche Projekte wie das 48 Hour Film Festival Berlin aber auch eine Modelinie für Berlin Loves You."
Edit: möglicherwweise gar nicht Teil der Kampagne? Aber wie komisch wäre das denn: man sucht sich einen Slogan aus, der schon anderweitig benutzt wird?

(Muss so viel Geld für Stadtwerbung ausgegeben werden oder würde die Stadt nicht viel aussagekräftiger kostenlos für sich selbst werben, wenn sie ihre bedürftigen Mitbürger gut versorgt?)

[Ich habe erstmal einen Urlaub gebucht, eine Woche Spanien in den Osterferien, vielleicht hilft das diesem Jahr auf die Sprünge.]

...

"sei ein guter autist und halt den rand." Schade, dass im Internet so viele Idioten rumlaufen.

Neandertalerin.

Wie man an der seit Tagen wieder eingeführten Groß- und Kleinschreibung sehen kann, ist mein Arm wieder funktionsfähig. Die Bewegungsfähigkeit an der Schulter ist zwar noch minimal eingeschränkt, aber alles in allem ist erstaunlich, dass der Heilungsprozess sogar schneller verlief, als dies die Ärzte prognostizierten. Sie hatten ja auch gemeint, ich bräuchte unbedingt Physiotherapie, schon alleine wegen des teilweise abgerissenen Muskels. Ich schwankte immer mal wieder, ob ich das nun vernünftigerweise vielleicht wirklich machen sollte, aber nachdem ich beim Orthopäden bereits den ersten Folgetermin nach dem Röntgen hatte sausen lassen ("Leider muss ich den Termin absagen; ich melde mich dann in den nächsten Tagen, um einen neuen Termin zu vereinbaren" - und schnell aufgelegt), erledigte sich die Frage nach der Krankengymnastik fast schon von alleine, denn um sie verschrieben zu bekommen, hätte ich ja noch mindestens einmal zum Orthopäden gemusst, und das war mir dann doch alles zu viel Aufwand. Also machte ich Zuhause selbsterfundene Übungen, die ich jeden Tag etwas ausdehnte, und wechselte nur Tage nach dem Unfall mitsamt Gilchrist-Verband schon wieder Johns Windeln. Überhaupt musste ich den Arm durch den Umgang mit John so viel bewegen, dass ich nie dazu kam, dauerhaft eine muskelschwindende Schonhaltung zu entwickeln. "Der Neandertaler hat sich auch ständig was gebrochen und dann keine Physiotherapie gemacht": solche Gedanken stießen in meinem Kopf durchaus auf Wohlwollen. Ob meine Faulheit mein Unwille, mit dem System zu kooperieren, am Ende wirklich okay sein würde, wusste ich nicht, aber jetzt kann ich sagen, dass es gut ging, sogar mehr als gut, dazu noch schneller als vorausgesagt, und jeder gesparte Arzt-, Physio- oder sonstiger Therapeutenbesuch ist ja Gold in den wohlbefindlichen Kammern der Seele.

...

Irgendwie ja fast schon süß, denkt man sich zunächst, dass die ZEIT am 19. Dezember 2007 den möglichen Folgen der Datenspeicherung im Internet und dem Nachdenken über Strategien des elektronischen Vergessens eine ganze Seite Feuilleton widmet, - und damit den Webdiskussionen um mehr als ein halbes Jahr hinterher hinkt. Erst gegen Ende des Artikels wird der Auslöser zitiert, nämlich ein working paper von Viktor Mayer-Schönberger.

In seinem Artikel stimmt der ZEIT-Autor Karsten Polke-Majewski ansonsten in das momentan bei der Süddeutschen so beliebte Internet-Bashing ein: "Denn im Netz werden Texte nicht nur gesucht und gelesen. Sie werden weitergereicht, kopiert, zerschnitten, einzelne Teile hier oder dort wieder verwendet, nicht immer mit einer Angabe der Quelle. Der Zusammenhang geht verloren, der Ursprung der Information verwischt."

Interessante Warnung eines Journalisten, wenn man bedenkt, dass er selbst NICHT erwähnt, dass Mayer-Schönbergers Vorschläge und Gedanken schon seit April online sind, sondern dieses folgendermaßen umgeht: "Eine Idee, wie das aussehen könnte, kommt zehn Jahre später aus Harvard, vom Österreicher Viktor Mayer-Schönberger." Der Journalist umgeht die genaue Zeitangabe, und tja, verwischt damit den Ursprung seiner Information. Er nennt auch nicht den Titel des Papers, sondern nur den Namen Mayer-Schönberger. (Zur Information: "Useful Void: The Art of Forgetting in the Age of Ubiquitous Computing" ) Das macht es natürlich für Menschen, die die Diskussion bisher nicht verfolgt haben, schwer, sich selbst online darüber zu orientieren. Vielleicht ist genau das aber ja auch gar nicht gewollt, denn so manche der Ausführungen auf einer vollen Seite Feuilleton lassen sich in anderen Artikeln und Diskussionen finden (Siehe zum Beispiel: "The advantages of amnesia") Wenn man das nicht weiß, und weil es nirgendwo im ZEIT-Artikel erwähnt wird, bekommt man als ZEIT-Leser nämlich so den schönen Eindruck, dass sich hier ein Journalist ganz viele, tolle eigene Gedanken gemacht hat.

Und spätestens zu diesem Zeitpunkt denkt man sich nicht mehr, dass der Artikel ja irgendwie fast schon süß ist, jetzt ärgert man sich, denn das, was die Journalisten immer und immer wieder dem Internet in die Schuhe schieben wollen, das praktizieren sie selbst in ihrer dunklen Kammer jeden Tag, während ich zum Beispiel in langen Sachpostings wie diesem hier alles verlinke und alle Quellen sichtbar mache.

...

Miga, Quatchi und Sumi: neue Teletubbies character? Nein, für die olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver braucht man jetzt schon drei Maskottchen.

(Ich weiß, manche Menschen haben Wichtigeres zu tun, aber ich sage nur: wenn man die Profile anklickt und dann mit dem Cursor über den character fährt, sagt er seinen Namen, und besonders lohnenswert ist das bei Quatchi.)

Avoid losing your mind

moni.wasweissich[at]web.de

When in doubt, fuck it (Lennon)

Die Phantasie ist ein ewiger Frühling (Schiller)

Suche

 

Archiv

Mai 2008
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 1 
 4 
 6 
10
12
14
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Status

Online seit 1214 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 17. Mai, 09:40

ABC des Miteinander
Aufgeschnappt
Bilder
Comfort zone
Epilepsie & Autismus
Ertappt
Fernweh & Heimweh
Gelesen & Literatur
Impressionen des Tages
Kryptik
Linktipp
Lyrik (the beat)
Redewendungen
Schatzkiste Buch
Schnappschuss-Erinnerungen
Space oddities
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren