Verschiedenes

"Keine Angst: Einfache Sätze genügen"

Ganz, ganz, ganz schlimm finde ich das Wissenschaftsressort in der neu gelaunchten "Welt Online." Am 19. Februar las man in einer Überschrift: "Zwei neue Ursachen für Autismus gefunden." Was so nicht stimmt, denn in einem Forschungsprojekt sind zwei Genveränderungen entdeckt worden, die möglicherweise mit Autismus in Verbindung stehen. Außerdem wurde Autismus fälschlicherweise als "Nervenleiden" zusammengefasst und sämtliche Klischees wurden bedient, auch die, die gar nicht stimmen. Ebenfalls am 19. Februar war zu lesen: "TV-Konsum fördert Augenschäden, Fettleibigkeit und Autismus sowie das verfrühte Eintreten der Pubertät, warnen britische Forscher." Höchst fragwürdig, aber für eine große Aufmachung natürlich wirkungsvoll. Beide Artikel waren gestern noch online, sind aber heute verschwunden. Ich habe eben eine E-Mail geschrieben und nach ihrem Verbleib gefragt.

Aber heute geht es ja auch lustig zu im Wissenschaftsressort: "Die Zeit drängt: Der Menschheit bleibt nicht einmal mehr 15 Jahre…" Gehen wir mal zurück zur grammatikalischen Analyse, wie wir sie aus dem Lateinunterricht kennen: stellen wir dann fest, dass die Menschheit in diesem Satz der Dativ ist und daher womöglich nicht das Verb bestimmt? Über einen sogenannten "Monster-Kalmar" heißt es: "Es ist der erste Riesen-Kalmar dieses Kaliebers, der je an Land gebracht wurde." Kalieber? Deutsche Sprache, für das Wissenschaftsressort eine ganz schwere Sprache. Aber wie heißt es in einem anderen Artikel: "Eltern sollten mit ihrem Baby von Anfang an viel reden und singen, um seine Sprachentwicklung zu fördern. Die Fähigkeit zum Sprechen sei zwar angeboren, dennoch bilde Sprache sich nur durch Anregung und Übung aus. Keine Angst: Einfache Sätze genügen."

Im Medizin-Teil macht man derweil Werbung: "Der Wirkstoff Vareniclin soll nach Angaben des Herstellers Pfizer nicht nur das Verlangen nach Zigaretten zügeln und Entzugserscheinungen dämpfen. Bei einem Rückfall bringt das Rauchen demnach auch nicht den gewohnten Kick, da die Rezeptoren, an denen Nikotin normalerweise andockt, bereits von Vareniclin besetzt sind. Anfang März soll das Medikament mit dem Namen Champix auch auf dem deutschen Markt erhältlich sein." Die nicht zu unterschätzenden Nebenwirkungen und Gefahren werden in dem Werbeartikel kleingeredet und dann ist auch noch von "Epileptikern" die Rede, einem Begriff, den man ja wohl wirklich schon seit Jahren nicht mehr benutzen soll. Das kann doch alles nicht wahr sein. Entweder braucht man jetzt ein WeltBlog Watchblog oder ich bewerbe mich da jetzt fürs Wissenschaftsressort oder wasweissich.

Jahresrückblick

Via Anke und Isa

Drei schöne Ereignisse 2006:
Erstmals seit vielen Jahren wieder eine richtige Geburtstagsparty, juhu.
Berlinale. Exzessiv.
Und, ich muss es leider so sagen, das Robbie Williams Konzert.

Liebe 2006:
Das ganze Leben voll davon, aber ich glaube nicht, dass das hier gemeint ist. Nächstes Thema.

Job 2006:
Dass es darüber überhaupt zu berichten gibt, ist ja nach Jahren der Arbeitslosigkeit das Highlight schlechthin. Eine neue Reihe erfolgloser Bewerbungen zu Jahresbeginn gipfelte in einem düsteren Vorschlag der Agentur für Arbeit: "Sie sind unvermittelbar, in Ihrer Situation stellt sie keiner ein. Wir können Sie doch als arbeitsunfähig einstufen, dann haben Sie keinen Ärger mehr, dann können Sie sich um Ihr Kind kümmern und von Sozialhilfe leben". Wie konnte die Frau auf dem Amt nur denken, dass sie mir mit diesem Vorschlag einen Gefallen tun würde? Dass mir das als Lebensperspektive reicht?

Plötzlich wusste ich, dass mir nur die Flucht nach vorne bleibt. Sich selbständig machen also, klassisch, und zudem, da aus Hartz IV kommend, unter Versagung jeglicher Starthilfen, das ist ja auch so ein Widersinn des Systems. Nicht einmal die freiwillige Arbeitslosenversicherung darf ich abschließen. Naja, man muss andererseits sagen, schlimmstenfalls falle ich dorthin zurück, wo ich schon mal ein paar Jahre verbracht habe. Und ein Plus ist sicher: die Erkenntnis, dass es keine Sicherheit gibt, hat sich qua Massivschicksal in mir eingepflanzt und ist sowieso schon Teil meiner Grundlebenseinstellung geworden. Viele haben ja Probleme mit der Unsicherheit; damit hadere ich wenigstens nicht mehr.

Die ersten Monate waren bisher geprägt von allerlei bisher unbekannten organisatorischen Dingen (vom Finanzamt über die Künstlersozialkasse bis hin zur VG Wort-Anmeldung), noch immer mangelhaftem Durchblick, wie man ein Freiberuflerdasein am Geschicktesten organisiert (bin mehrwertsteuerbefreit, was anscheinend unklug ist, wie mir viele sagen) und allerdings auch erstaunlich vielen Aufträgen. Ablehnen will man am Anfang natürlich nichts und so habe ich eigentlich zu viel zu tun und das Leben besteht fast nur aus Arbeit und John. Ich muss noch herausfinden, wie man ein schwer pflegebedürftiges Kind, Freunde, Freizeit, Spinning und alles andere mit dem Freiberuflertum jongliert. Erfordert sicher einfach ein bisschen Eingewöhnung. Immerhin lief es bisher so gut, dass ich mich sogar in die Bürogemeinschaft "Textetage" eingemietet habe und das finde ich ganz toll. Endlich wieder aus dem Haus!

Und jetzt kann ich doch nicht umhin, etwas über "Wir nennen es Arbeit" zu schreiben, obwohl ich das ja eigentlich nicht wollte. Darin steht nämlich am Ende: "Ein Komplex, der vollkommen im Realen und überhaupt nicht im Virtuellen stattfindet, ist die Familie, oder vielmehr: sind die neuen Familienformationen jenseits der bürgerlichen Kleinfamilie und die daraus erwachsenden, weiter bestehenden Fürsorgeverhältnisse gegenüber Kindern und alternden Eltern. Sie sind nicht unbedingt leicht mit den Selbstverwirklichungsmaximen der digitalen Bohème in Einklang zu bringen." Man ist sich dieses enorm wichtigen Problems also bewusst, delegiert aber nur knapp die Lösung: "An dieser Stelle sind Staat und Politik gefragt." Was tun, wenn nahe stehende Menschen durch Behinderung oder sonstige Hilfsbedürftigkeit nicht mehr in der Lage sind, "an einem wie auch immer gearteten Markt teilzunehmen", beziehungsweise die pflegenden Menschen dies auch nur in eingeschränktem Maße vermögen? Die Antwort: "Auch hieran zeigt sich, dass die digitale Bohème kein Gesellschaftsmodell sein kann, sondern ein Lebens- und Arbeitsmodell für einen Teil der Gesellschaft." Kann sie nicht? Oder will sie nicht? Gerade heute kann man dieses Problem eben auch nicht mehr einfach an Staat und Politik deligieren, die damit schon jetzt weit überfordert sind und in Zukunft noch mehr sein werden. Es sind Kreativität, Ideen und Modelle gefragt, um sozialen Raum und damit – obwohl ich dieses Wort nicht gerne mag – Integration zu ermöglichen. Ich fand es halt ein bisschen schade, dass die wohl größte Herausforderung, die mit der digitalen Arbeitsentwicklung verbunden ist, bei 289 Buchseiten nur ganz am Ende auf knapp einer Seite schemenhaft angerissen und wegdeligiert wird.

Reisen 2006:
Im Gegensatz zu den letzten Jahren war das dieses Jahr sehr mau. Nur ein paar Tage auf Hiddensee.

Blogging 2006:
Ein Wechselbad (big bang zu Beginn des Jahres mit dem Transparency-Mist): im Nachhinein betrachtet war dieses Jahr irgendwie vielleicht zu öffentlich. Da verschiebt sich die Bedeutungsebene. Das Webloggen fühlt sich ja eigentlich wie ein suchendes Gespräch mit anderen Webloggern an, aber das wird bei einem ständig notwendigen Seitenspiegelblick auf Jurazillas arg in Mitleidenschaft gezogen. Und mit verstärkter Aufmerksamkeit (Leserzahl in diesem Jahr verdreifacht) fühlt sich das Webloggen auch anders an. Öfter mal in diesem Jahr auf Schlingerkurs gewesen, selbst nicht mehr gewusst, ob das alles noch geht. Um es mal mit Monika Rinck zu sagen, deren Buch mir das liebste in diesem Jahr war und ist: "Wer in eine Gruppe hineinspricht, spricht in eine Atmosphäre von Lähmung und Faszination hinein. Manchmal überwiegt das eine, manchmal das andere. Die Faszination kann in jene blendenden Momente der Produktionseuphorie münden, in denen Denken, Sprechen, Mitteilen, Verstandenwerden und gemeinsames Weiterführen eine gleichsam pyrotechnische Allianz eingehen. Eine Person alleine kann so was gar nicht machen. Eine allein kann aber auch nie so schmerzlich die soziale Verstockung des Denkens erleben. Wie lähmend das sein kann." Gerade im Moment bin ich wieder auf der Seite der Faszination, allerdings mit Zukunftsbedenken.

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Und seit gestern die Fernseh-Teams diverser Sender, die durch den Wrangelkiez schleichen streifen, auf der Suche nach, ja nach was wohl? Ich mag mich täuschen, aber ich habe das Gefühl, sie warten nur auf parisartige Krawall-Eskalationen.

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Vor drei Jahren hielt ich auf einer Konferenz als Elternvertreterin einen Vortrag darüber, welche Änderungen Eltern sich im medizinischen und pflegerischen Bereich der Krankenhäuser wünschen. Mein Vorredner war ein Arzt aus einem Sozialpädiatrischen Zentrum der Neuropädiatrie und er sprach darüber, wie wichtig der Sprachgebrauch auf diesem Feld ist: man solle heute nicht mehr sagen, jemand sei Epileptiker oder jemand sei behindert. Das impliziere nämlich, dass die Beeinträchtigung die ganze Persönlichkeit des Menschen betreffe und vereinnahme. Vielmehr heiße es, jemand habe eine Epilepsie oder jemand habe eine Behinderung. "Haben" also statt "sein", das reduziert auf einen Teilbereich. Ich konnte die verbale Nuance damals zwar nachvollziehen, aber fand es für mich und John unerheblich. Zu der Zeit hatte er Tag und Nacht Anfälle und es war durchaus so, dass seine chronische Krankheit und Behinderung sein ganzes Wesen vereinnahmte. Ich sprach im Anschluss über die massiven Sorgen und Nöte, die in Krankenhäusern für solche Kinder durch mangelhafte Strukturen verursacht werden und der Sprachgebrauch gehörte ganz bestimmt nicht dazu. Wenn ich meinen Vorredner innerlich auch nicht vollkommen der sprachlichen Korinthenkackerei bezichtigte, so hatte ich doch zugegebenermaßen nicht viel Verständnis für seinen politisch korrekten Vortrag. Und nun sieht man mal wieder, wie der Mensch sich ändert. Denn als ich eben in der "zitty" las, ich hätte gesagt, mein Weblog sei ein "persönliches Weblog, in dem oft mein Sohn vorkommt, der autistisch und epileptisch ist", da hat mir das nicht so gefallen und ich dachte sofort an den Vortrag des Arztes. Mittlerweile ist die Epilepsie meines Sohnes zum Glück sehr eingedämmt und spielt eine sehr untergeordnete Rolle. Deshalb würde ich heute nicht mehr sagen, dass er epileptisch ist. Gesagt habe ich auf die Frage, was ins Blog kommt und was nicht, dass mein Sohn Autist ist (denn das bestimmt tatsächlich seine Persönlichkeit) und eine Epilepsie hat, sowie, dass das häufiger in meinem Weblog vorkommt, weil es unseren Alltag sehr prägt und dass ich ansonsten aber nicht über Freunde und Familie schreibe. Man müsste sowas wahrscheinlich am besten gegenlesen, bevor es in Druck geht. Andererseits bin ich Ulf Lippitz eigentlich ein bisschen dankbar, denn hierdurch ist mir eben erst klar geworden, dass ich in den letzten drei Jahren anscheinend etwas verstanden habe, das sich mir vorher noch verschlossen hat.

Im Übrigen weiß ich als Literaturwissenschaftlerin natürlich, wie vielfältig die Rezeption von Texten sein kann, war aber doch etwas erschrocken, dass die Texte über amerikanische Reisegruppen als "gnadenlose Auswertung" gelesen werden können. Ich mag diese Reisenden sehr und ich begleite sie total gerne. Es ist oft bewegend, was die älteren Menschen aus ihrem Leben erzählen und sie sind fast alle sehr charmant – und manchmal sagen sie halt auch lustige Sachen. Dies oder jenes, ernsthaft, charmant oder lustig, schreibe ich dann manchmal in mein Weblog. Dabei versuche ich, sie nur zu zitieren und die Wertung den Lesern selbst zu überlassen. Dass man mich als gnadenlos wahrnimmt: huch! Da muss ich mein Schreiben doch auch mal wieder überdenken.

...

Auf der dunklen Seite einen Elternfragebogen entdeckt, den ich einfach mal ungefragt beantworte, dafür aber auch niemanden anderes damit belästige, ihn beantworten zu sollen. Wer Lust hat, soll gerne übernehmen.

1. War der Nachwuchs geplant?
Prinzipiell schon, wenn wir auch erwartet hatten, dass es eine Weile dauert mit dem Schwangerwerden und als ich dann sofort schwanger war, war das doch ein kleiner Schock. Wir hatten gedacht, dass es bestimmt ein halbes Jahr dauert. In der Zeit sollte ich in meiner Firma noch befördert werden und so war der Plan, dass ich dann vielleicht schwanger würde, wenn ich in der neuen Position arbeite. Dann geschah es aber sofort und die Beförderung wurde von der Firma auf nach der Babypause verlegt. Das ist halt so eine Sache mit dem Planen.

2. Welchen Namen hätte er/sie, wenn er/sie das jeweilige andere Geschlecht geworden wäre?
Theresa (Weil wir eigentlich Namen wollten, die im Englischen und im Deutschen gleich sind, damit es in den USA und in Deutschland kompatibel ist. Was bei John dann wiederum nicht der Fall ist, da hat sich halt mein Exmann durchgesetzt wegen John Lennon. Und jetzt habe ich immer Angst, wenn ich John in der Öffentlichkeit mit seinem Namen anspreche, dass ich für so eine komische Tussi gehalten werde, die hier ohne jeden Bezug dazu ihre Kinder Justin und Jason nennt.)

3. Was war der erste Gedanke, als du erfahren hast, dass du Nachwuchs bekommst?
"Was jetzt wohl alles auf mich zukommt?" (Haha! Gut gedacht, muss ich sagen.)

4. Was machte dir am meisten Kummer vor der Geburt deines ersten Kindes?
Etwa zur Hälfte der Schwangerschaft hatte John eine Zyste am Kopf, die vermutlich nichts auszusagen hatte, sicher war man sich aber nicht. Darüber habe ich mir natürlich ein bisschen Sorgen gemacht, allerdings weiß ich noch, wie ich ganz ruhig zuhause alles mögliche darüber nachgelesen habe und dachte, er wird halt so, wie er wird. Komisch, schon in der Schwangerschaft wurde mir klar, dass so ein Hauptsache-Gesund-Terror nicht mein Ding ist.

5. War der Kummer dann begründet?
So begrenzt wie er war, nein. Die Zyste war nach ein paar Wochen verschwunden. (Und hatte wohl auch nichts mit seiner Behinderung und Krankheit zu tun, so viel man heutzutage weiß.)

6. Willst du noch mehr Kinder? Wieviele?
Ich wollte immer gerne drei, das hat sich durch John auch nicht verändert. Hätte immer noch gerne zwei dazu, oder so, aber das sieht ja mal nicht so aus, als ob das in diesem Leben noch was wird. Ist ja aber vielleicht auch okay. Andererseits, so alt bin ich schließlich noch nicht. Man wird sehen, ob sich da nochmal was ergibt. Noch stehe ich dieser Frage einigermaßen offen und entspannt gegenüber, obwohl ich zugeben muss, dass der Entscheidungsdruck steigt, das spürt man mit 34 schon ein bisschen anrollen.

7. Dein ultimativer Tipp an alle (werdenden) Eltern?
Bin große Fanin von Babysittern und mehreren (wenn natürlich auch festen) Bezugspersonen, so dass man sich selbst auch noch ein Leben ohne Kind erhält.

8. Wie sind deine nächsten Zukunftspläne?
Der wichtigste Zukunftsplan wäre wohl zunächst, wieder Zukunftspläne zu haben.

Man Ray bis Sigmar Polke

Ups, mein Magisterthema als Ausstellung in der Städtischen Galerie in Delmenhorst:

"Von den berühmten, multimedial interessierten Pionieren der künstlerischen Avantgarde, die das "Neue Sehen" begründeten, Vertretern einer dadaististischen, surrealistischen und experimentellen Fotografie und konstruktivistischen Künstlern zieht die Privatsammlung den Bogen über neusachliche Kamerakunst der zwanziger und dreißiger bis hin zur künstlerischen Fotografie der fünfziger und sechziger Jahre und einigen Künstlerfotografen der achtziger und neunziger Jahre. Pressefotografie und Sozialreportage sind durch bedeutende Fotografen und bewegende Bilder vertreten. Sehr persönliche Bilder verdanken wir den Positionen biographisch - subjektiver Dokumentarfotografie. Inszenierte Fotografie und alchimistische Fotokunst spielen mit der Bildwirklichkeit. Einen besonderen Reiz hat die Sammlung durch mehr als vierzig Selbst- und Künstlerporträts (Beckett, Duchamp, Gide, Joyce, Lissitzky, Majakowskij, Magritte, Man Ray)."

Beim nächsten Besuch in der alten Heimat gleich mal ansehen gehen.

...

Bitte hier bei Twoday für Blogmich anmelden, wer kommen möchte: sonst wird das dieses Jahr gar nichts!

Umfrage

Von hier und hier gefangen:

Warum bloggst Du?
Weil es mir viel Spaß macht. Es hilft mir, mein Leben besser wahrzunehmen. Wie man Erfahrungen und Empfindungen schreibend erfasst, lässt einen oft erst wirklich erkennen, wie man sie bewertet und welche Bedeutung sie für einen haben. Und manchmal liest man später etwas wieder und bemerkt, dass es kurzsichtig war oder einen falschen Anteil einer Sache betonte, insofern hat das Webloggen für mich eine selbst-regulierende Funktion. Jetzt mal so pathetisch gesagt. Man könnte auch einfach sagen: ich merke, dass es mir gut tut und mich manches lehrt über eigene Unzulänglichkeiten.

(By the by kann ich es nicht leiden, wenn genau das am Webloggen bemängelt wird. Wenn Fehler, Unzulänglichkeiten, Scheitern, Verletzungen plakativ als "Entblößen im Internet" wahlweise angepriesen oder angeprangert werden. Ich glaube, das verkürzt den Erkenntnisgewinn. Ich hoffe wenigstens, dass das eigene Schreiben und das Lesen der anderen eher dazu führt, einen behutsamen Umgang mit sich selbst und mit anderen Menschen zu fördern.)

Seit wann bloggst Du?
Ich blogge heute den 557. Tag.

Selbstportrait?
Selbstbildnis als überfordertes Ich. Im Moment bin ich nicht so begeistert von mir. Aber hey, das kann morgen schon wieder anders sein. Wird wahrscheinlich dennoch bis 14. August so bleiben.

Warum lesen Leser Dein Blog?
Meine Familie und Freunde lesen wohl einfach nur, weil sie mich kennen. Einige von ihnen sind über mein Weblog dazu gekommen, auch ein paar andere Weblogs zu lesen. Man muss nur genug schwärmen ;-)

Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf Deine Seite kam?
"schwere Fragen"

Welcher Deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?
Für so ein Marginal-Interesse-Weblog wie meins ist das vielleicht keine so gute Frage. Man kann wohl vielleicht eher von zu viel Aufmerksamkeit sprechen, bezüglich dieses kleinen, aber fatalen Transparency-Postings, das um mich explodierte.

Dein aktuelles Lieblings-Blog?
Gesprächsfetzen oder Mediumflow oder Malorama oder (I think) he was a journalist? Das ist mir zu schwer zu beantworten.

Wieviele Feeds hast Du abonniert?
Als ich anfänglich des Feed-Readens mal sagte, dass ich nicht glaube, mich daran gewöhnen zu können, hatte ich großes Unrecht. Seitdem ich arbeite, habe ich mich [sic?] auf momentan 84 runtergekürzt.

Welches Blog hast du zuletzt gelesen?
Goncourt

An welche vier Blogs wirfst du das Stöckchen weiter?
Da mache ich mal eine Frauenrunde – wenn sie denn möchten: Isa, Fragmente, Spreepiratin und Caro.

Wohnungssuche

Falls jemand eine 3 ZKB-Wohnung in Prenzlauer Berg weiß, die günstig ist und Dielenboden/Parkett/Laminat, auf jeden Fall keinen Teppich hat und unter der keine anderen Mieter wohnen, also Erdgeschoss, besser Hochparterre oder noch besser 1. Stock über einem Laden oder Büro oder so, sage er oder sie mir bitte gerne Bescheid. Sollte schon irgendwie so viel freie Sicht haben, dass es da unten wenigstens noch einigermaßen hell ist – an Wünschen und Vorstellungen mangelt es mir nicht, wie man sieht.

Mit John im 3. Stock geht es immer schwieriger, da er natürlich immer größer und schwerer wird, aber leider immer noch viel herumhüpft und springt, so dass mir die überaus geduldigen Mieter, die unter uns wohnen, wirklich zu leid tun. Prenzlauer Berg wäre meine erste Wahl wegen der beiden Schulen, die für John am besten in Frage kommen und die beide im Bezirk Prenzelberg-Pankow liegen. Friedrichshain würde ich mir auch noch überlegen, aber ich glaube, das ist mittlerweile eh zu teuer.

...

Juve hofft auf Milde. Wer nicht. Nun nicht gerade für Juve, aber sonst, allgemein: hoffen auf Milde. Klar.

Avoid losing your mind

moni.wasweissich[at]web.de

When in doubt, fuck it (Lennon)

Die Phantasie ist ein ewiger Frühling (Schiller)

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