Verschiedenes

"Keine Angst: Einfache Sätze genügen"

Ganz, ganz, ganz schlimm finde ich das Wissenschaftsressort in der neu gelaunchten "Welt Online." Am 19. Februar las man in einer Überschrift: "Zwei neue Ursachen für Autismus gefunden." Was so nicht stimmt, denn in einem Forschungsprojekt sind zwei Genveränderungen entdeckt worden, die möglicherweise mit Autismus in Verbindung stehen. Außerdem wurde Autismus fälschlicherweise als "Nervenleiden" zusammengefasst und sämtliche Klischees wurden bedient, auch die, die gar nicht stimmen. Ebenfalls am 19. Februar war zu lesen: "TV-Konsum fördert Augenschäden, Fettleibigkeit und Autismus sowie das verfrühte Eintreten der Pubertät, warnen britische Forscher." Höchst fragwürdig, aber für eine große Aufmachung natürlich wirkungsvoll. Beide Artikel waren gestern noch online, sind aber heute verschwunden. Ich habe eben eine E-Mail geschrieben und nach ihrem Verbleib gefragt.

Aber heute geht es ja auch lustig zu im Wissenschaftsressort: "Die Zeit drängt: Der Menschheit bleibt nicht einmal mehr 15 Jahre…" Gehen wir mal zurück zur grammatikalischen Analyse, wie wir sie aus dem Lateinunterricht kennen: stellen wir dann fest, dass die Menschheit in diesem Satz der Dativ ist und daher womöglich nicht das Verb bestimmt? Über einen sogenannten "Monster-Kalmar" heißt es: "Es ist der erste Riesen-Kalmar dieses Kaliebers, der je an Land gebracht wurde." Kalieber? Deutsche Sprache, für das Wissenschaftsressort eine ganz schwere Sprache. Aber wie heißt es in einem anderen Artikel: "Eltern sollten mit ihrem Baby von Anfang an viel reden und singen, um seine Sprachentwicklung zu fördern. Die Fähigkeit zum Sprechen sei zwar angeboren, dennoch bilde Sprache sich nur durch Anregung und Übung aus. Keine Angst: Einfache Sätze genügen."

Im Medizin-Teil macht man derweil Werbung: "Der Wirkstoff Vareniclin soll nach Angaben des Herstellers Pfizer nicht nur das Verlangen nach Zigaretten zügeln und Entzugserscheinungen dämpfen. Bei einem Rückfall bringt das Rauchen demnach auch nicht den gewohnten Kick, da die Rezeptoren, an denen Nikotin normalerweise andockt, bereits von Vareniclin besetzt sind. Anfang März soll das Medikament mit dem Namen Champix auch auf dem deutschen Markt erhältlich sein." Die nicht zu unterschätzenden Nebenwirkungen und Gefahren werden in dem Werbeartikel kleingeredet und dann ist auch noch von "Epileptikern" die Rede, einem Begriff, den man ja wohl wirklich schon seit Jahren nicht mehr benutzen soll. Das kann doch alles nicht wahr sein. Entweder braucht man jetzt ein WeltBlog Watchblog oder ich bewerbe mich da jetzt fürs Wissenschaftsressort oder wasweissich.

Jahresrückblick

Via Anke und Isa

Drei schöne Ereignisse 2006:
Erstmals seit vielen Jahren wieder eine richtige Geburtstagsparty, juhu.
Berlinale. Exzessiv.
Und, ich muss es leider so sagen, das Robbie Williams Konzert.

Liebe 2006:
Das ganze Leben voll davon, aber ich glaube nicht, dass das hier gemeint ist. Nächstes Thema.

Job 2006:
Dass es darüber überhaupt zu berichten gibt, ist ja nach Jahren der Arbeitslosigkeit das Highlight schlechthin. Eine neue Reihe erfolgloser Bewerbungen zu Jahresbeginn gipfelte in einem düsteren Vorschlag der Agentur für Arbeit: "Sie sind unvermittelbar, in Ihrer Situation stellt sie keiner ein. Wir können Sie doch als arbeitsunfähig einstufen, dann haben Sie keinen Ärger mehr, dann können Sie sich um Ihr Kind kümmern und von Sozialhilfe leben". Wie konnte die Frau auf dem Amt nur denken, dass sie mir mit diesem Vorschlag einen Gefallen tun würde? Dass mir das als Lebensperspektive reicht?

Plötzlich wusste ich, dass mir nur die Flucht nach vorne bleibt. Sich selbständig machen also, klassisch, und zudem, da aus Hartz IV kommend, unter Versagung jeglicher Starthilfen, das ist ja auch so ein Widersinn des Systems. Nicht einmal die freiwillige Arbeitslosenversicherung darf ich abschließen. Naja, man muss andererseits sagen, schlimmstenfalls falle ich dorthin zurück, wo ich schon mal ein paar Jahre verbracht habe. Und ein Plus ist sicher: die Erkenntnis, dass es keine Sicherheit gibt, hat sich qua Massivschicksal in mir eingepflanzt und ist sowieso schon Teil meiner Grundlebenseinstellung geworden. Viele haben ja Probleme mit der Unsicherheit; damit hadere ich wenigstens nicht mehr.

Die ersten Monate waren bisher geprägt von allerlei bisher unbekannten organisatorischen Dingen (vom Finanzamt über die Künstlersozialkasse bis hin zur VG Wort-Anmeldung), noch immer mangelhaftem Durchblick, wie man ein Freiberuflerdasein am Geschicktesten organisiert (bin mehrwertsteuerbefreit, was anscheinend unklug ist, wie mir viele sagen) und allerdings auch erstaunlich vielen Aufträgen. Ablehnen will man am Anfang natürlich nichts und so habe ich eigentlich zu viel zu tun und das Leben besteht fast nur aus Arbeit und John. Ich muss noch herausfinden, wie man ein schwer pflegebedürftiges Kind, Freunde, Freizeit, Spinning und alles andere mit dem Freiberuflertum jongliert. Erfordert sicher einfach ein bisschen Eingewöhnung. Immerhin lief es bisher so gut, dass ich mich sogar in die Bürogemeinschaft "Textetage" eingemietet habe und das finde ich ganz toll. Endlich wieder aus dem Haus!

Und jetzt kann ich doch nicht umhin, etwas über "Wir nennen es Arbeit" zu schreiben, obwohl ich das ja eigentlich nicht wollte. Darin steht nämlich am Ende: "Ein Komplex, der vollkommen im Realen und überhaupt nicht im Virtuellen stattfindet, ist die Familie, oder vielmehr: sind die neuen Familienformationen jenseits der bürgerlichen Kleinfamilie und die daraus erwachsenden, weiter bestehenden Fürsorgeverhältnisse gegenüber Kindern und alternden Eltern. Sie sind nicht unbedingt leicht mit den Selbstverwirklichungsmaximen der digitalen Bohème in Einklang zu bringen." Man ist sich dieses enorm wichtigen Problems also bewusst, delegiert aber nur knapp die Lösung: "An dieser Stelle sind Staat und Politik gefragt." Was tun, wenn nahe stehende Menschen durch Behinderung oder sonstige Hilfsbedürftigkeit nicht mehr in der Lage sind, "an einem wie auch immer gearteten Markt teilzunehmen", beziehungsweise die pflegenden Menschen dies auch nur in eingeschränktem Maße vermögen? Die Antwort: "Auch hieran zeigt sich, dass die digitale Bohème kein Gesellschaftsmodell sein kann, sondern ein Lebens- und Arbeitsmodell für einen Teil der Gesellschaft." Kann sie nicht? Oder will sie nicht? Gerade heute kann man dieses Problem eben auch nicht mehr einfach an Staat und Politik deligieren, die damit schon jetzt weit überfordert sind und in Zukunft noch mehr sein werden. Es sind Kreativität, Ideen und Modelle gefragt, um sozialen Raum und damit – obwohl ich dieses Wort nicht gerne mag – Integration zu ermöglichen. Ich fand es halt ein bisschen schade, dass die wohl größte Herausforderung, die mit der digitalen Arbeitsentwicklung verbunden ist, bei 289 Buchseiten nur ganz am Ende auf knapp einer Seite schemenhaft angerissen und wegdeligiert wird.

Reisen 2006:
Im Gegensatz zu den letzten Jahren war das dieses Jahr sehr mau. Nur ein paar Tage auf Hiddensee.

Blogging 2006:
Ein Wechselbad (big bang zu Beginn des Jahres mit dem Transparency-Mist): im Nachhinein betrachtet war dieses Jahr irgendwie vielleicht zu öffentlich. Da verschiebt sich die Bedeutungsebene. Das Webloggen fühlt sich ja eigentlich wie ein suchendes Gespräch mit anderen Webloggern an, aber das wird bei einem ständig notwendigen Seitenspiegelblick auf Jurazillas arg in Mitleidenschaft gezogen. Und mit verstärkter Aufmerksamkeit (Leserzahl in diesem Jahr verdreifacht) fühlt sich das Webloggen auch anders an. Öfter mal in diesem Jahr auf Schlingerkurs gewesen, selbst nicht mehr gewusst, ob das alles noch geht. Um es mal mit Monika Rinck zu sagen, deren Buch mir das liebste in diesem Jahr war und ist: "Wer in eine Gruppe hineinspricht, spricht in eine Atmosphäre von Lähmung und Faszination hinein. Manchmal überwiegt das eine, manchmal das andere. Die Faszination kann in jene blendenden Momente der Produktionseuphorie münden, in denen Denken, Sprechen, Mitteilen, Verstandenwerden und gemeinsames Weiterführen eine gleichsam pyrotechnische Allianz eingehen. Eine Person alleine kann so was gar nicht machen. Eine allein kann aber auch nie so schmerzlich die soziale Verstockung des Denkens erleben. Wie lähmend das sein kann." Gerade im Moment bin ich wieder auf der Seite der Faszination, allerdings mit Zukunftsbedenken.

...

Vor drei Jahren hielt ich auf einer Konferenz als Elternvertreterin einen Vortrag darüber, welche Änderungen Eltern sich im medizinischen und pflegerischen Bereich der Krankenhäuser wünschen. Mein Vorredner war ein Arzt aus einem Sozialpädiatrischen Zentrum der Neuropädiatrie und er sprach darüber, wie wichtig der Sprachgebrauch auf diesem Feld ist: man solle heute nicht mehr sagen, jemand sei Epileptiker oder jemand sei behindert. Das impliziere nämlich, dass die Beeinträchtigung die ganze Persönlichkeit des Menschen betreffe und vereinnahme. Vielmehr heiße es, jemand habe eine Epilepsie oder jemand habe eine Behinderung. "Haben" also statt "sein", das reduziert auf einen Teilbereich. Ich konnte die verbale Nuance damals zwar nachvollziehen, aber fand es für mich und John unerheblich. Zu der Zeit hatte er Tag und Nacht Anfälle und es war durchaus so, dass seine chronische Krankheit und Behinderung sein ganzes Wesen vereinnahmte. Ich sprach im Anschluss über die massiven Sorgen und Nöte, die in Krankenhäusern für solche Kinder durch mangelhafte Strukturen verursacht werden und der Sprachgebrauch gehörte ganz bestimmt nicht dazu. Wenn ich meinen Vorredner innerlich auch nicht vollkommen der sprachlichen Korinthenkackerei bezichtigte, so hatte ich doch zugegebenermaßen nicht viel Verständnis für seinen politisch korrekten Vortrag. Und nun sieht man mal wieder, wie der Mensch sich ändert. Denn als ich eben in der "zitty" las, ich hätte gesagt, mein Weblog sei ein "persönliches Weblog, in dem oft mein Sohn vorkommt, der autistisch und epileptisch ist", da hat mir das nicht so gefallen und ich dachte sofort an den Vortrag des Arztes. Mittlerweile ist die Epilepsie meines Sohnes zum Glück sehr eingedämmt und spielt eine sehr untergeordnete Rolle. Deshalb würde ich heute nicht mehr sagen, dass er epileptisch ist. Gesagt habe ich auf die Frage, was ins Blog kommt und was nicht, dass mein Sohn Autist ist (denn das bestimmt tatsächlich seine Persönlichkeit) und eine Epilepsie hat, sowie, dass das häufiger in meinem Weblog vorkommt, weil es unseren Alltag sehr prägt und dass ich ansonsten aber nicht über Freunde und Familie schreibe. Man müsste sowas wahrscheinlich am besten gegenlesen, bevor es in Druck geht. Andererseits bin ich Ulf Lippitz eigentlich ein bisschen dankbar, denn hierdurch ist mir eben erst klar geworden, dass ich in den letzten drei Jahren anscheinend etwas verstanden habe, das sich mir vorher noch verschlossen hat.

Im Übrigen weiß ich als Literaturwissenschaftlerin natürlich, wie vielfältig die Rezeption von Texten sein kann, war aber doch etwas erschrocken, dass die Texte über amerikanische Reisegruppen als "gnadenlose Auswertung" gelesen werden können. Ich mag diese Reisenden sehr und ich begleite sie total gerne. Es ist oft bewegend, was die älteren Menschen aus ihrem Leben erzählen und sie sind fast alle sehr charmant – und manchmal sagen sie halt auch lustige Sachen. Dies oder jenes, ernsthaft, charmant oder lustig, schreibe ich dann manchmal in mein Weblog. Dabei versuche ich, sie nur zu zitieren und die Wertung den Lesern selbst zu überlassen. Dass man mich als gnadenlos wahrnimmt: huch! Da muss ich mein Schreiben doch auch mal wieder überdenken.

Man Ray bis Sigmar Polke

Ups, mein Magisterthema als Ausstellung in der Städtischen Galerie in Delmenhorst:

"Von den berühmten, multimedial interessierten Pionieren der künstlerischen Avantgarde, die das "Neue Sehen" begründeten, Vertretern einer dadaististischen, surrealistischen und experimentellen Fotografie und konstruktivistischen Künstlern zieht die Privatsammlung den Bogen über neusachliche Kamerakunst der zwanziger und dreißiger bis hin zur künstlerischen Fotografie der fünfziger und sechziger Jahre und einigen Künstlerfotografen der achtziger und neunziger Jahre. Pressefotografie und Sozialreportage sind durch bedeutende Fotografen und bewegende Bilder vertreten. Sehr persönliche Bilder verdanken wir den Positionen biographisch - subjektiver Dokumentarfotografie. Inszenierte Fotografie und alchimistische Fotokunst spielen mit der Bildwirklichkeit. Einen besonderen Reiz hat die Sammlung durch mehr als vierzig Selbst- und Künstlerporträts (Beckett, Duchamp, Gide, Joyce, Lissitzky, Majakowskij, Magritte, Man Ray)."

Beim nächsten Besuch in der alten Heimat gleich mal ansehen gehen.

Umfrage

Von hier und hier gefangen:

Warum bloggst Du?
Weil es mir viel Spaß macht. Es hilft mir, mein Leben besser wahrzunehmen. Wie man Erfahrungen und Empfindungen schreibend erfasst, lässt einen oft erst wirklich erkennen, wie man sie bewertet und welche Bedeutung sie für einen haben. Und manchmal liest man später etwas wieder und bemerkt, dass es kurzsichtig war oder einen falschen Anteil einer Sache betonte, insofern hat das Webloggen für mich eine selbst-regulierende Funktion. Jetzt mal so pathetisch gesagt. Man könnte auch einfach sagen: ich merke, dass es mir gut tut und mich manches lehrt über eigene Unzulänglichkeiten.

(By the by kann ich es nicht leiden, wenn genau das am Webloggen bemängelt wird. Wenn Fehler, Unzulänglichkeiten, Scheitern, Verletzungen plakativ als "Entblößen im Internet" wahlweise angepriesen oder angeprangert werden. Ich glaube, das verkürzt den Erkenntnisgewinn. Ich hoffe wenigstens, dass das eigene Schreiben und das Lesen der anderen eher dazu führt, einen behutsamen Umgang mit sich selbst und mit anderen Menschen zu fördern.)

Seit wann bloggst Du?
Ich blogge heute den 557. Tag.

Selbstportrait?
Selbstbildnis als überfordertes Ich. Im Moment bin ich nicht so begeistert von mir. Aber hey, das kann morgen schon wieder anders sein. Wird wahrscheinlich dennoch bis 14. August so bleiben.

Warum lesen Leser Dein Blog?
Meine Familie und Freunde lesen wohl einfach nur, weil sie mich kennen. Einige von ihnen sind über mein Weblog dazu gekommen, auch ein paar andere Weblogs zu lesen. Man muss nur genug schwärmen ;-)

Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf Deine Seite kam?
"schwere Fragen"

Welcher Deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?
Für so ein Marginal-Interesse-Weblog wie meins ist das vielleicht keine so gute Frage. Man kann wohl vielleicht eher von zu viel Aufmerksamkeit sprechen, bezüglich dieses kleinen, aber fatalen Transparency-Postings, das um mich explodierte.

Dein aktuelles Lieblings-Blog?
Gesprächsfetzen oder Mediumflow oder Malorama oder (I think) he was a journalist? Das ist mir zu schwer zu beantworten.

Wieviele Feeds hast Du abonniert?
Als ich anfänglich des Feed-Readens mal sagte, dass ich nicht glaube, mich daran gewöhnen zu können, hatte ich großes Unrecht. Seitdem ich arbeite, habe ich mich [sic?] auf momentan 84 runtergekürzt.

Welches Blog hast du zuletzt gelesen?
Goncourt

An welche vier Blogs wirfst du das Stöckchen weiter?
Da mache ich mal eine Frauenrunde – wenn sie denn möchten: Isa, Fragmente, Spreepiratin und Caro.

Einigung

Spät gestern Abend noch haben mein Anwalt und ich einen Brief von TI-D erhalten. Der Inhalt dieses Briefes hat in den Punkten, die für mich entscheidend sind, hinreichende Aussagen getroffen und so freue ich mich, dass diese Auseinandersetzung nun beendet ist.

Ich verabschiede mich dann erstmal. Ich werde die "stark beschädigte Ruine von Monis Bierstube" hier später wieder aufbauen, aber erstmal mache ich, was das Bloggen angeht (natürlich nicht, was das Lesen angeht) mal ein paar Tage Urlaub von Abmahnistan. Bis demnächst!

P.S.: Ups, gerade gesehen, dass ich Aufsteiger der Woche in den Blogcharts bin. Von Null auf 30. Naja, die 15 minutes of fame auf diese Weise hätte ich mir allerdings lieber erspart.

Wichtige Bestandsaufnahme

Gestern also musste ich lauter Anfragen aus weiterem Familien- und Bekanntenkreis über die angeblichen Unwahrheiten beantworten, die mir Herr Bäumel via ARD Tagesschau.de angehängt hatte. Heute muss ich lauter Anfragen beantworten, warum mein Anwalt denn das nun gemacht habe, das sei ja wohl vielleicht etwas zu viel. Man hört diese Meinung auch in Kommentaren und darum werde ich es an dieser Stelle erklären und setze in der Chronologie bei meinem gestrigen Posting "Achterbahnfahrten" an.

In diesem Beitrag brachte ich zum Ausdruck, dass ich persönlich nicht einmal eine Entschuldigung erwarte, sondern nur eine Benachrichtigung, dass man tatsächlich von rechtlichen Schritten gegen mich absieht. Ich dachte mir, vielleicht liest hier ja auch jemand von der NGO mit (wäre ja ganz klug) und überlegt sich, dass das doch ein recht unverkrampfter Ausstieg wäre: nicht einmal eine Entschuldigung an mich.

Entweder liest hier keiner von denen mit oder der Club der Whistleblower pfeift drauf, denn am nächsten Morgen, also heute morgen, wird noch einmal behauptet, ich habe die Fakten nicht richtig, auch wieder, ohne dies genauer zu erläutern – darauf warten wir ja seit Samstag und seit der PM wissen auch alle die, die mir vorher nicht geglaubt haben, dass man darauf auch vergeblich warten wird. Wir wissen das, aber das heißt nicht, dass die Menschen, die in einem Artikel zum ersten Mal von der Geschichte hören, das auch nur ahnen können, man schadet mir also weiter. (Ist es abwegig zu überlegen, dass man vielleicht wirklich hier mitgelesen und gedacht hat, man könne mir ja mal ein paar mehr Anrufe von Bekannten bescheren? Ich halte nicht viel von Verschwörungstheorien, aber in einer so heiklen Lage sollte man immer alle Möglichkeiten zumindest in Erwägung ziehen.)

Der parallele Schauplatz neben der Frage nach den Lügen, einer Bezichtigung, die mir erheblichen Schaden zufügt, ist die Frage nach Rechtssicherheit. Am Dienstag gab die Geschäftsführerin gegenüber Netzpolitik eine vage Aussage ab: ich würde schon erfahren, dass man keine rechtlichen Schritte einleite, wenn ich nichts von ihnen hörte. Das ist eine eindeutige Ansage ins Offene, denn eine Frist, von der sie da fälschlicherweise spricht, war ja nicht mehr gesetzt. Mit anderen Worten: sie sagte nichts anderes aus, als dass man sich diese Option offenhält. Wie eigentlich bei jedem Schritt von der NGO fragt man sich: Tolpatschigkeit oder Kalkül?

Wenn man "drüben" nachdenkt, wird man wissen, dass meine Integrität (die durch den öffentlichen Vorwurf der Lügnerei erschüttert wird) und meine Rechtssicherheit für mein persönliches Schicksal die zwei wichtigsten Aspekte in dieser Geschichte sind. Wenn man sich also langfristig offenhält, doch noch Schritte gegen mich einzulegen, birgt das ein nicht kalkulierbares Risiko für mich. Noch möchten viele Blogger sich etwas länger an dieser Geschichte erfreuen, weil der Unterhaltungswert für viele nicht abzustreiten ist. Er ist ja auch nicht abzustreiten. Aber irgendwann ist er ausgereizt und keiner kann Popcorn mehr sehen. Und wenn dann alle von etwas anderem reden, kann die NGO wieder ihren Justitiar und Ethikbeauftragten ins Rennen schicken. Sie kann sich dafür einen günstigen Zeitpunkt aussuchen und sie kann sich sicher sein, dass es für mich mit ganz großer Wahrscheinlichkeit unmöglich sein wird, dieselbe Zahl an Unterstützern zu bekommen, die wieder genauso tatkräftig zur Seite stehen. Imageschädigung und was sie sich sonst noch alles ausdenken können.

Halten wir fest: am Dienstag impliziert die Geschäftsführerin in einem zweideutigen Satz, dass man sich die Option offen lässt und am Mittwoch gibt Herr Bäumel zu Protokoll, man werde jetzt erstmal gar nichts mehr tun. Nichts ist es also mit der Benachrichtigung, um die ich gestern gebeten hatte. Was also gestern und heute geschah, ist, dass man mir auf der offenen Straße zweier großer Medienorgane zwei Ohrfeigen verpasste und heute teilt man mir dann mit, man werde mich so im Regen stehen lassen. Es wäre nachgerade dumm von mir, nicht Schutz zu suchen. Denn wenn erst der Unterhaltungswert dieser Geschichte vorbeigezogen ist, dann stehe ich jederzeit noch unter dem Druck, doch wieder mit dem Problem dazustehen. Solange man mir keine Rechtssicherheit gewährt, kann ich die Arena leider nicht verlassen. Nicht, dass ich das angenehm finde – alles andere als das, aber es ist nun einmal so. Man fragt sich ja vor allem sowieso, was so schwer daran ist, mir Rechtssicherheit zu gewähren. Wenn man sich so dagegen sträubt, dann hat das sicher einen Grund. Naja, wie gesagt, Integrität und Rechtssicherheit sind meine zwei Achillesfersen und das weiß man dort auch, deshalb tritt man an den beiden Stellen ja auch so gerne nach. Überhaupt auffällig, wie man dort immer wieder auf meine Person abzielt, obwohl es doch von Anfang an um etwas ganz anderes gegangen ist: Unverhältnismäßigkeit der Abmahnung resp. Meinungsfreiheit (den mangelnden Sinn für die eigens gepredigte soziale Verantwortung klammere ich sogar aus, wenn’s sein muss).

Ich weiß, dass die Wogen hochschlagen und ich weiß, dass ich mich nicht instrumentalisieren lassen darf, wie manche mir anmahnen (huch, das Wort ist irgendwie auch für anderen Gebrauch durch), aber genau das ist eben nicht der Fall. Natürlich sollten alle Vorsicht walten lassen und es tut auch mal gut, sich sachlich zurückzubesinnen auf das, um das es im Kern geht, damit wir alle oder jeder einzelne, mir egal, wie man das formulieren möchte, nicht unsere Glaubwürdigkeit verspielen. Doch meine Lage ist die, dass ich seit Freitag ein handfestes Problem habe, das ich zu lösen versuche und das ich nicht ohne Lösung liegenlassen kann. Als ich gestern hier verlautbarte, dass ich nur eine Benachrichtigung wünsche, war das ein Friedensangebot. Entweder wurde es mit Absicht überhört, dann geht halt alles weiter, oder aber man gebrauchte ein etwas lauteres Angebot.

Morgen um 16 Uhr könnte sich alles aufgelöst haben – oder auch nicht. Awake is still the new sleep.

Liebe Olympioniken,

ich habe wieder eine Email vom Justitiar bekommen, der mir dieses Mal mitteilt, dass ich seine Urheberrechte verletze, wenn ich seinen Brief in mein Weblog stelle. Des weiteren teilt er mir mit, der Umstand, dass ich mich in dem neuen Erklärungsposting auf Erzählungen meiner Freundin beziehe, mache meine unwahren Behauptungen nicht weniger rechtswidrig. Er fordert mich auf, sowohl das Erklärungsposting von gestern als auch seinen Brief vom 24. März bis 21 Uhr aus dem Netz zu nehmen und wird sonst nicht zögern, diese Forderung gerichtlich durchzusetzen. Wie im ersten Fall muss ich sagen, dass ich mir diese Auseinandersetzung nach wie vor nicht leisten kann und kündige hier schon einmal an, dass ich beide Einträge zwischen jetzt und 21 Uhr löschen werde.

Nach wie vor ganz im Sinne der Transparenz, möchte ich an dieser Stelle auch noch schreiben, dass ich mich einmal bei der betreffenden Organisation auf eine Stelle beworben hatte. Das wissen sehr viele sowieso, daraus habe ich nie ein Geheimnis gemacht, aber nachdem ich hier ja nun auch Leser begrüßen darf, die mich gar nicht kennen, schreibe ich das zum Verständnis lieber noch einmal auf. Ich hatte mich um eine Stelle dort beworben, hatte zunächst ein Vorstellungsgespräch mit der Geschäftsführerin, kam dann in die Runde der letzten Drei und hatte dort ein Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden. Man hat sich dann für eine andere Bewerberin entschieden. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass es keinerlei Grund gibt anzunehmen, dass ich das ursprüngliche Posting nur aus Frust darüber geschrieben habe, dass man mich nicht eingestellt hat. Im zweiten Vorstellungsgespräch hatte ich dem Vorstandsvorsitzenden selbst gesagt, dass ich zu einem so geringen Gehalt wie ausgeschrieben die Stelle nicht annehmen kann und sagte, falls man sich für mich entscheide, könne ich die Stelle nur annehmen, wenn man mir etwas mehr Gehalt zahlt. Weil das Gehalt bei der NGO unter meinem momentanen Einkommen, einer Kombination aus Alg II und Pflegegeld (mein Sohn hat die höchste Pflegestufe III), lag, lief es darauf hinaus, dass ich die Stelle von mir aus nicht hätte annehmen können. Nicht, dass die Organisation noch auf die Idee kommt, das Gerücht in Umlauf zu bringen, ich hätte das ursprüngliche Posting deshalb geschrieben. Nein, ich habe gar nichts gegen diese Organisation, ihre Ziele sind auch meine Ziele.

Transparentes Biotop

Das Posting vom 13. Januar über die Nichtregierungsorganisation, die sich dem Namen nach der Transparenz verschrieben hat, habe ich nun fristgerecht, um nicht zu sagen weit vor der Frist, "aus dem Netz genommen", so, wie es mir die – meiner Meinung nach übergebührlich einschüchternde – Abmahnung des Justitiars und Ethikbeauftragten nahelegte.

Ganz im Sinne der Transparenz möchte ich an dieser Stelle gerne meine eigenen Besucherzahlen offenlegen. Ich betreibe hier ein kleines, persönliches Weblog, das im Schnitt täglich 118 Besucher hat. Es ist ein privates Weblog und ich habe meiner Meinung nach zu keinem Zeitpunkt versucht, die Besucherzahlen durch unnötig harsche Postings zu erhöhen, ich war und bin zufrieden mit meinem kleinen Biotop. Viele der Leser kenne ich privat, einige kenne ich virtuell, die meisten Besucher kommen direkt zu mir, ein wesentlich geringerer Anteil kommt über Suchanfragen. Dieser geringe Anteil an Suchanfragen besteht zum weitaus größten Teil aus Menschen, die etwas über Epilepsie und/oder Autismus googeln, zu einem geringen Teil kommen aber auch Menschen in mein Weblog, weil sie nach der Freundin von Giovanni di Lorenzo googeln, obwohl ich darüber im Gegensatz zu Epilepsie und Autismus nichts weiß. So sieht das bei mir hier aus. 118 Besucher am Tag und die Struktur ihres Lese-und Suchverhaltens lassen mich vermuten, dass den Beitrag vom 13. Januar kaum jemand wieder gelesen hätte. Gestern hatte ich übrigens 1821 Besucher.

Zur Vorgeschichte: ich hatte am 13. Januar aus persönlicher Enttäuschung heraus ein Posting geschrieben, in dem ich davon berichtete, dass eine gute Freundin von einer Nichtregierungsorganisation entlassen wurde, und zwar unter Umständen, die sie als plötzlich und unerwartet empfunden hat. Ich kenne diese Freundin seit 1993, habe sie in allen Lebenslagen als eine verlässliche, hilfsbereite und ehrliche Person schätzen gelernt und bin darum natürlich geneigt, ihr zu vertrauen. Wie meine Freundin mir mitteilte, hatte sie für 20 Stunden dort 1000 Euro brutto an Gehalt bekommen und finanzierte ihren Lebensunterhalt nebenher durch freie Arbeit. Des weiteren sagte sie mir, dass die Geschäftführerin sich nach der Probezeit sehr zufrieden mit ihr gezeigt hatte und eine Erhöhung der Stundenzahl auf 30 Stunden pro Woche ansprach. Meine Freundin kalkulierte ihre Lebenshaltungskosten und da die freie Arbeit wegfallen würde, fragte sie, nach ihren Angaben mir gegenüber, nach einem Gehalt von 1400 Euro netto und bot gleichzeitig an, ansonsten weiter zu den alten Konditionen 20 Stunden arbeiten zu können. Der Bericht meiner Freundin ging so weiter, dass der Geschäftsvorstand eine Sitzung hatte und die Geschäftsführerin sie später zu einem Gespräch bat, in dem sie ihr mitteilte, dass man sie leider entlassen müsse. Für meine Freundin kam das sehr überraschend, da sie davon ausgegangen war, dass, wenn man das höhere Gehalt nicht zahlen könne oder wolle, sie zu den alten Bedingungen bleiben könne. Im Entlassungsgespräch sagte ihr die Geschäftsführerin anscheinend, dass man schon eine Nachfolgerin für sie im Auge habe und nannte ihr einen Namen. Bei dieser Frau handelte es sich offenbar um eine Bewerberin auf eine andere Stelle, die kurz zuvor ausgeschrieben gewesen war, und wie meine Freundin von der Geschäftsführerin damals gehört hatte, habe diese Frau zu jenem Zeitpunkt gesagt, auf das Geld sei sie nicht angewiesen. Eine Stellungnahme der NGO zu diesem ganzen Vorgang steht noch aus. Ich persönlich hoffe nicht, dass der erhobene Vorwurf wirklich Substanz hat, gebe ihn aber zu Zwecken der Nachvollziehbarkeit der Auseinandersetzung ausnahmsweise wieder. In meinem ursprünglichen Posting vom 13. Januar brachte ich im folgenden zum Ausdruck, dass mir schien, in dem Fall, so wie er sich mir erschlossen hatte, wären wenig Anstrengungen unternommen worden, der Mutter eines Kleinkindes ihren Job zu erhalten. Des weiteren schrieb ich auf, dass mir schien, es sei ein schneller Austausch vorgenommen worden. Diese Meinungen gab ich wieder, weil es mich für meine Freundin sehr betroffen gemacht hat, gerade auch in ihrer Situation nun arbeitslos zu sein. Außerdem hatte ich die Nichtregierungsorganisation, für die sie arbeitete, immer als sehr sinnvoll angesehen und war daher besonders enttäuscht, wie wenig soziale Verantwortung man dort zu übernehmen schien.

Ich schrieb also einen Eintrag in mein persönliches Weblog, der in keinster Weise eine Organisation schmähen sollte, deren Ziele ich schließlich unterstütze, ich schrieb nur aus Enttäuschung meine Meinung nieder. Besonders getroffen hat mich später die Tatsache, dass meine Freundin mir berichtete, einen Brief an alle zehn Vorstandsmitglieder geschickt zu haben, dass sie aber von keinem dieser Menschen eine Resonanz bekommen habe. Aus der daraus resultierenden, weiteren Enttäuschung heraus fügte ich diese Information meinem ursprünglichen Beitrag zu. Der Vorgang, so wie er sich mir darstellte, hat mir seinerzeit erhebliche Sorgen bereitet. Das hat persönliche Gründe, denn ich bin selbst arbeitslos. Nachdem der Brief meiner Freundin an den Vorstand unerwidert blieb, hatte ich sogar versucht, zu einer Bundestagsabgeordneten Kontakt aufzunehmen, erhielt aber keine Antwort.

Nur am Rande möchte ich erwähnen, dass meine Freundin gestern ebenfalls einen – wie wir auch dort empfinden – einschüchternden Brief des Justitiars und Ethikbeauftragten bekommen hat, in dem er ihr erhebliche Rechtsverletzungen vorwirft. Ich hoffe, dass es noch erlaubt sein wird, mit einer Freundin über sein Gehalt und seine Kündigung zu sprechen. Als nicht-juristischer Laie zumindest kann ich in dem, was sie mir erzählt hat, keine Weitergabe von Betriebsgeheimnissen erkennen. Die Frist in ihrem Brief ist zum Glück etwas weiter gefasst (Dienstag, 28. März um 12:00 Uhr), so dass sie sich Montag rechtlichen Beistand wird einholen können.

Heute bin ich betrübt, dass ich anscheinend nicht meine Meinung äußern können soll über einen Vorgang, der mir aus meiner Einschätzung nach verlässlicher Quelle zugetragen wurde, zumal dies außerdem ursprünglich in einem sehr überschaubaren Forum passierte. Und ebenso betrübt bin ich darüber, dass man sich überhaupt nicht mit mir in Verbindung gesetzt hat, sondern ich gleich diesen – meinem juristisch unerfahrenen Empfinden entsprechend – einschüchternden Abmahnungsbrief des Justitiars bekommen habe. Aber da ich mich finanziell nicht in der Lage sehe, eine gerichtliche Auseinandersetzung zu bestreiten, habe ich mich entschlossen, den ursprünglichen Beitrag wie vom Justititar und Ethikbeauftragten gefordert, "aus dem Netz zu nehmen".

Unerwartete Email eines Justitiars, bis Sonntag Zeit zu entscheiden

Sehr geehrte Frau xxx,

Sie haben unter der Adresse http://wasweissich.twoday.net/stories/1407348/ innerhalb des von der Fa. Knallgrau New Media Solutions GmbH betriebenen European Weblog Hosting Service twoday.net einen Text unter der Überschrift „Transparency Deutschland“ ins Netz gestellt, der in erheblichem Maße die Persönlichkeitsrechte der von mir vertretenen Organisation verletzt. Der Text basiert offensichtlich im wesentlichen auf Informationen unserer ehemaligen Mitarbeiterin Frau xxx, der ebenfalls erhebliche Rechtsverletzungen vorzuwerfen sind.

Die von Ihnen aufgestellten Behauptungen entsprechen im wesentlichen nicht den Tatsachen, da wo es sich um Ihre Bewertungen handelt wird der Tatbestand der rechtswidrigen Schmähkritik erfüllt.

Ich erspare es mir zunächst, auf Einzelheiten einzugehen, sondern gebe Ihnen Gelegenheit, den Text unverzüglich, spätestens bis zum 26.03.2006, 24.00 Uhr aus dem Netz zu nehmen.

Sollte das nicht erfolgen, kündige ich Ihnen schon jetzt eine strafbewehrte Unterlassungserklärung und ggf. eine einstweilige Verfügung an. Ich gehe davon aus, dass Sie sich über die rechtlichen, aber auch finanziellen Konsequenzen, die sich daraus für Sie ergeben werden, klar sind.

Mit freundlichen Grüssen

Avoid losing your mind

moni.wasweissich[at]web.de

When in doubt, fuck it (Lennon)

Die Phantasie ist ein ewiger Frühling (Schiller)

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