Die Jahreskarte für den Zoo
Es ist nicht lange her, als John im Zoo den großen Gorilla schockte. Mit seinen Bewegungen und Lauten schreckte John den Gorilla aus seiner Lethargie auf und provozierte deutliches Interesse an seinem Wesen, es war toll zu sehen, wie Gorilla und John miteinander kommunizieren. Also kauften wir vor zwei Wochen eine Jahreskarte für den Zoo.
Kleiner Exkurs: John kommt mit seinem Schwerbehindertenausweis umsonst in den Zoo und die Jahreskarte für eine Begleitperson kostet nur 25 Euro, mit Aquariumspass 37,50 Euro. Jahreskarten sind normalerweise mittels eines Fotos personengebunden. Nun ist es aber so, dass John mehrere Bezugspersonen hat, die ihn alleine in den Zoo mitnehmen: zwei Einzelfallhelfer, Mutter, Vater. Bei einem behinderten Kind hat es der Zoo darum so geregelt, dass ein Foto von John auf die Jahreskarte kommt und druntersteht, dass ein Begleiter frei ist. Ich war erstaunt über diese hervorragende Lösung. Das muss ja auch mal gesagt werden: an einigen Stellen denkt man richtig mit und bietet uns tolle Lösungen. (An anderen wiederum nicht, so scheiterte der Versuch, mit John auf den Fernsehturm zu fahren, kläglich an der langen Warteschlange, und das Personal war nicht bereit, ein behindertes Kind vorzulassen!)
Nach dem Gorilla kam der Löwe. Ein großes Stück Fleisch lag vorne herum, der Löwe schien nicht besonders hungrig und hielt sich im Hintergrund auf. Als er John mit seinen Bewegungen und Lautierungen wahrnahm, kam er allerdings nach vorne, besah sich das Spektakel kurz, brüllte dann auf, schnappte sich das Fleisch und rettete es nach hinten. Er hatte wohl den Eindruck gewonnen, der kleine Löwe hinter dem Besuchergraben könne ihm das Essen streitig machen.
Und gestern war es so regnerisch, dass selbst bei Knut kein Andrang war. Auch Knut interessierte sich für John, kam herbei, sah sich Johns Verhalten an, stellte sich auf die Hinterbeine und gab grölende Geräusche von sich, was sofort mindestens 30 Besucher aus dem Umfeld heranlockte. Wieder Zuhause, steuerte John schnurstracks in sein Zimmer und suchte sich ein großes Bilderbuch mit Tieren heraus. Dann saß er für seine Verhältnisse sehr ausdauernd mit dem Buch auf dem Boden. Die Tiere ansehend, die er gerade im Zoo live gesehen hatte, lachte er glucksend vor sich hin.
Kleiner Exkurs: John kommt mit seinem Schwerbehindertenausweis umsonst in den Zoo und die Jahreskarte für eine Begleitperson kostet nur 25 Euro, mit Aquariumspass 37,50 Euro. Jahreskarten sind normalerweise mittels eines Fotos personengebunden. Nun ist es aber so, dass John mehrere Bezugspersonen hat, die ihn alleine in den Zoo mitnehmen: zwei Einzelfallhelfer, Mutter, Vater. Bei einem behinderten Kind hat es der Zoo darum so geregelt, dass ein Foto von John auf die Jahreskarte kommt und druntersteht, dass ein Begleiter frei ist. Ich war erstaunt über diese hervorragende Lösung. Das muss ja auch mal gesagt werden: an einigen Stellen denkt man richtig mit und bietet uns tolle Lösungen. (An anderen wiederum nicht, so scheiterte der Versuch, mit John auf den Fernsehturm zu fahren, kläglich an der langen Warteschlange, und das Personal war nicht bereit, ein behindertes Kind vorzulassen!)
Nach dem Gorilla kam der Löwe. Ein großes Stück Fleisch lag vorne herum, der Löwe schien nicht besonders hungrig und hielt sich im Hintergrund auf. Als er John mit seinen Bewegungen und Lautierungen wahrnahm, kam er allerdings nach vorne, besah sich das Spektakel kurz, brüllte dann auf, schnappte sich das Fleisch und rettete es nach hinten. Er hatte wohl den Eindruck gewonnen, der kleine Löwe hinter dem Besuchergraben könne ihm das Essen streitig machen.
Und gestern war es so regnerisch, dass selbst bei Knut kein Andrang war. Auch Knut interessierte sich für John, kam herbei, sah sich Johns Verhalten an, stellte sich auf die Hinterbeine und gab grölende Geräusche von sich, was sofort mindestens 30 Besucher aus dem Umfeld heranlockte. Wieder Zuhause, steuerte John schnurstracks in sein Zimmer und suchte sich ein großes Bilderbuch mit Tieren heraus. Dann saß er für seine Verhältnisse sehr ausdauernd mit dem Buch auf dem Boden. Die Tiere ansehend, die er gerade im Zoo live gesehen hatte, lachte er glucksend vor sich hin.
wasweissich Epilepsie & Autismus - 9. Apr, 12:56
