...

Wahrscheinlich habe ich eine Schule gefunden, und zwar in Charlottenburg. Am 21. März hospitiere ich im Unterricht einer Eingangsklasse und am 18. April soll es ein abschließendes Gespräch geben. Die begutachtende Ambulanzlehrerin und die stellvertretende Schulleiterin haben beide signalisiert, dass sie sich John in dieser Schule vorstellen können, und beide sind sich dabei vollkommen klar über die Schwere seiner Beeinträchtigung. Es ist zwar eine normale Schule für geistig Behinderte, nicht eigentlich und speziell für Autisten, aber mit dem Förderschwerpunkt "unterstützte Kommunikation", was mir sehr wichtig war. John kann anscheinend schon viele Worte lesen und er schreibt mit seinem Bezugsbetreuer in der Frühfördergruppe am Computer mittels gestützter Kommunikation (neuestes Werk: "Tim kreischt und John klettert", es gibt aber auch schon längere Texte in seinem Œuvre). Ich möchte natürlich gerne, dass diese Arbeit fortgesetzt wird, weil es die wahrscheinlichste Kommunikationsperspektive für uns ist. Die mir im Übrigen ja nicht vollständig fern und unangenehm ist: wenn John und ich eines Tages jeder an seiner Tastatur sitzen und so miteinander kommunizieren, dann wäre das nun wohl nicht der allergrößte Quantensprung an Lebensgestaltung für mich, haha. Was mich daran erinnert, dass ich mich eben selbst ertappt habe, und zwar – langes Ausholen, bis ich wieder aufs Lesen und Schreiben zurückkomme – rief ich eine Mutter-Kind-Kurklinik an, die somewhat auf Autismus spezialisiert ist, und mit der die Mutter der autistischen Drillinge sehr zufrieden war, und wenn sie drei von der Sorte managen, dann vielleicht uns auch, dachte ich mir. Bezüglich der fünf Wochen Sommerferien ist das bisher meine einzige Idee, wie ich die Zeit rumbringen könnte, da mich schon ein Wochenende alleine mit John fast überfordert (possibly next: "Der Sommer auf Pellworm"). Ich fragte also am Telefon bei dieser Kurklinik an, ob im August noch ein Platz frei ist und dann hörte ich mich selbst, ohne darüber nachgedacht zu haben, als zweite Frage gleich anfügen: "Kann man bei Ihnen denn ins Internet?" Eieiei.
wasweissich - 9. Mrz, 12:51

Das E musste einfach ans O, ich konnte mir das so nicht ansehen. Also habe ich es gegoogelt und mit copy & paste in meinen Text überführt. - Und einmal zufrieden geseufzt darüber, wie philosophisch die französische Wikipedia den Begriff erklärt. Ach, die Franzosen.

Une œuvre est un objet créé par un être vivant, manifestation tangible d'une pensée, même infime, réalisation d'un produit, fonctionnel ou non. Elle est l'expression d'un fondamental humain, visible ou non, voulu ou non.

creezy - 11. Mrz, 21:42

Na, das klingt doch mal gut. Ich drücke Euch die Daumen, vor allem dem Zwerg, dass es ihm dort gut gefällt und er seine Fortschritte mit Freude machen kann.

Und das mit dem Internet in der Mutter-Kind-Internet-Klinik, das klappt wohl schon oder …? ,-)

engl - 14. Mrz, 21:47

john wird sicher irgendwann ein guter blogger.

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