Achterbahnfahrten
Neben all den Ängsten und Sorgen: wie oft innerhalb von ein paar Tagen kann man eigentlich denken: "Okay, jetzt wird das sicher entschärft und dann ist das vorbei und alle Beteiligten kommen einigermaßen davon"? Immer wieder ergeben sich solche Scheidewege, an denen das möglich ist. Und immer wieder macht es jemand mit absolut kontraproduktivem Verhalten kaputt. Ich bin nicht in der Position, einer NGO einen Rat zu geben, gerade ich nicht. Wenn ich es wäre, dann hätte ich ihnen Freitag/Samstag nach dem Blogaufruhr, Montag nach der erneuten Email und heute vor dem ARD-Tagesschau-Interview geraten, einfach mal auf gesunden Menschenverstand und Lebenserfahrung zu hören: wenn man einen Fehler macht, dann ist es meistens nicht nur am besten, sondern auch am schadensbegrenzesten (hä? Das Wort gibt es garantiert nicht), diesen Fehler schlicht zuzugeben, um Entschuldigung zu bitten und auf Verständnis zu hoffen, das man eigentlich, wenigstens meiner Erfahrung nach, nahezu immer bekommt. Jeder macht mal einen Fehler.
Aber so gehandhabt wie jetzt hört das nicht auf und das ist schade. Es hätte so einfach sein können, mein Gott, es könnte immer noch so einfach sein. Jedoch: "Die Behauptungen in dem Weblog waren vollkommen an den Haaren herbeigezogen" einfach unkommentiert und nicht weiter hinterfragt stehen zu lassen, wenn die PM schon raus ist, die meine Angaben bestätigt, das geht einfach nicht. Natürlich sollte man alle Seiten hören, aber die eine Seite überkritisch und nachweislich falsch (was die Recherchen der Blogger angeht) darzustellen und die andere ohne Nachfragen zu lassen, wo Nachfragen dringend geboten wären (was genau ist denn an den Haaren herbeigezogen, die Frage, das muss man sagen, liegt sowas von auf der Hand), das kommt mir wirklich nicht ganz gerecht vor. Herr Stegers hat mir auf drei Emails übrigens nicht geantwortet und ist bis jetzt nicht meiner Bitte nachgekommen, ein Zitat, das er verkürzt hat, zu vervollständigen. Ist ja nicht so, als ob man online an Zeilen gebunden wäre. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Herr Stegers einer der wenigen Menschen sein sollte, dem die verschüttete oder auch nicht-verschüttete, wer weiß das noch, PM nicht zugespielt worden ist, habe ich sie ihm sogar geschickt. Keine Reaktion.
Ebensowenig scheint man bei der Organisation gewillt, seine Arroganz abzulegen. Bei dem Zitat in Netzpolitik, man werde nicht weiter gerichtlich gegen mich vorgehen, stimme ich der anschließenden Einschätzung zu, die sich darauf bezieht, dass man sich weder mit mir noch mit meinem Anwalt in Verbindung gesetzt hat: "Den Hinweis, dass sie es schon merken werde, wenn die Frist ablaufe und nichts kommt, halte ich hier übrigens für deutlich zu schwach." Tatsächlich, weder mein Anwalt noch ich haben bis jetzt von irgendjemandem gehört. Ich will noch nicht einmal eine Entschuldigung. Eine Entschuldigung sollte an die Allgemeinheit raus, mittlerweile eine, die sich ganz schön gewaschen hat. Und an mich eine Benachrichtigung. De-Eskalation, anyone? Please don't ruin yourselves.
Schöner Artikel in der taz morgen.
Aber so gehandhabt wie jetzt hört das nicht auf und das ist schade. Es hätte so einfach sein können, mein Gott, es könnte immer noch so einfach sein. Jedoch: "Die Behauptungen in dem Weblog waren vollkommen an den Haaren herbeigezogen" einfach unkommentiert und nicht weiter hinterfragt stehen zu lassen, wenn die PM schon raus ist, die meine Angaben bestätigt, das geht einfach nicht. Natürlich sollte man alle Seiten hören, aber die eine Seite überkritisch und nachweislich falsch (was die Recherchen der Blogger angeht) darzustellen und die andere ohne Nachfragen zu lassen, wo Nachfragen dringend geboten wären (was genau ist denn an den Haaren herbeigezogen, die Frage, das muss man sagen, liegt sowas von auf der Hand), das kommt mir wirklich nicht ganz gerecht vor. Herr Stegers hat mir auf drei Emails übrigens nicht geantwortet und ist bis jetzt nicht meiner Bitte nachgekommen, ein Zitat, das er verkürzt hat, zu vervollständigen. Ist ja nicht so, als ob man online an Zeilen gebunden wäre. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Herr Stegers einer der wenigen Menschen sein sollte, dem die verschüttete oder auch nicht-verschüttete, wer weiß das noch, PM nicht zugespielt worden ist, habe ich sie ihm sogar geschickt. Keine Reaktion.
Ebensowenig scheint man bei der Organisation gewillt, seine Arroganz abzulegen. Bei dem Zitat in Netzpolitik, man werde nicht weiter gerichtlich gegen mich vorgehen, stimme ich der anschließenden Einschätzung zu, die sich darauf bezieht, dass man sich weder mit mir noch mit meinem Anwalt in Verbindung gesetzt hat: "Den Hinweis, dass sie es schon merken werde, wenn die Frist ablaufe und nichts kommt, halte ich hier übrigens für deutlich zu schwach." Tatsächlich, weder mein Anwalt noch ich haben bis jetzt von irgendjemandem gehört. Ich will noch nicht einmal eine Entschuldigung. Eine Entschuldigung sollte an die Allgemeinheit raus, mittlerweile eine, die sich ganz schön gewaschen hat. Und an mich eine Benachrichtigung. De-Eskalation, anyone? Please don't ruin yourselves.
Schöner Artikel in der taz morgen.
wasweissich Impressionen des Tages - 28. Mrz, 21:45
