Zwei unübersehbare Anzeichen der vergehenden Zeit
I
Über Nacht hat mein Sohn seinen ersten Milchzahn verloren. Gestern Abend waren noch alle Zähne da und heute morgen klaffte da vorne im Mund eine Lücke. Zuerst hatte ich Angst, dass er sich den Zahn ausgeschlagen haben könnte, denn er schlägt öfter harte Gegenstände gegen seinen Mund. Aber der Zahn ist komplett weg, da ist ein richtiges Loch im Gaumen. Ich dachte immer, das passiert erst mit sechs oder sieben und er ist doch erst fünf. Aber vielleicht verschiebt sich der Zahnwechsel in der Evolution ja ebenso nach vorne wie etwa das Einsetzen der Pubertät. Auf jeden Fall kann ich mich noch gar nicht an den Anblick der Zahnlücke gewöhnen.
II
Letzte Woche musste ich doch tatsächlich meinen Sohn zur Schule anmelden, denn nächstes Jahr soll er eingeschult werden. Es ist zwar noch nicht ganz klar, ob er nicht ein Jahr zurückgestellt wird, momentan bin ich noch mit Ärzten und Therapeuten im Gespräch, ob die intensive Frühförderung bei der "Hilfe für das autistische Kind" für ein weiteres Jahr sinnvoller wäre als 2006 schon der Übergang in eine Schule für geistig Behinderte, die natürlich nicht so auf Autismus spezialisiert ist, aber ob Zurückstellung oder nicht: von Amts wegen musste das Kind erst einmal in der zugewiesenen Schule angemeldet werden. Das war ein sehr komisches Gefühl, durch diese Schulflure zu gehen. Ich werde wohl noch eine Weile gedanklich knabbern müssen, bis Realität und Eigenwahrnehmung bei all diesen Übergängen wieder deckungsgleich sind.
Über Nacht hat mein Sohn seinen ersten Milchzahn verloren. Gestern Abend waren noch alle Zähne da und heute morgen klaffte da vorne im Mund eine Lücke. Zuerst hatte ich Angst, dass er sich den Zahn ausgeschlagen haben könnte, denn er schlägt öfter harte Gegenstände gegen seinen Mund. Aber der Zahn ist komplett weg, da ist ein richtiges Loch im Gaumen. Ich dachte immer, das passiert erst mit sechs oder sieben und er ist doch erst fünf. Aber vielleicht verschiebt sich der Zahnwechsel in der Evolution ja ebenso nach vorne wie etwa das Einsetzen der Pubertät. Auf jeden Fall kann ich mich noch gar nicht an den Anblick der Zahnlücke gewöhnen.
II
Letzte Woche musste ich doch tatsächlich meinen Sohn zur Schule anmelden, denn nächstes Jahr soll er eingeschult werden. Es ist zwar noch nicht ganz klar, ob er nicht ein Jahr zurückgestellt wird, momentan bin ich noch mit Ärzten und Therapeuten im Gespräch, ob die intensive Frühförderung bei der "Hilfe für das autistische Kind" für ein weiteres Jahr sinnvoller wäre als 2006 schon der Übergang in eine Schule für geistig Behinderte, die natürlich nicht so auf Autismus spezialisiert ist, aber ob Zurückstellung oder nicht: von Amts wegen musste das Kind erst einmal in der zugewiesenen Schule angemeldet werden. Das war ein sehr komisches Gefühl, durch diese Schulflure zu gehen. Ich werde wohl noch eine Weile gedanklich knabbern müssen, bis Realität und Eigenwahrnehmung bei all diesen Übergängen wieder deckungsgleich sind.
wasweissich Zwei - 13. Nov, 13:24
